Schlechter Sex Studie Joyclub

Schlechter Sex? Wer redet drüber?

Wie gut bin ich im Bett? Die meisten von uns haben sich diese Frage sicherlich schon einmal gestellt. Aber was bedeutet überhaupt gut oder schlecht? Und wie lässt sich der Sex verbessern? Die führende Erotik-Community in Deutschland wollte es genau wissen. Befragt wurden rund 2.000 Mitglieder zum Thema „Schlechter Sex“. Ergebnis: So gut wie jeder hatte schon mal schlechten Sex. Doch nur wenige haben den Mumm, darüber offen zu sprechen! Auch nicht über Wünsche oder die Einbindung von Sextoys. Dabei sind die Möglichkeiten vielfältig… Und die Gefahr für einen Seitensprung groß!

Die Mehrheit der befragten Frauen hatte bereits schlechten Sex!

Für die meisten Deutschen scheint unbefriedigender Sex ein vertrautes Problem zu sein. Vor allem die Frauen sind nicht immer zufrieden mit der angeblich schönsten Nebensache der Welt. So geben fast 90 Prozent zu Protokoll, bereits schlechten Sex gehabt zu haben. Bei den Männern sind es hingegen nur rund 75 Prozent. Zählt bei den Männern vielleicht nur das Ergebnis: Sie sind „gekommen“? Oder achten sie zu wenig auf die Bedürfnisse ihrer Partnerin?

Es fehlt die Leidenschaft!

Ein zu kurzes Vorspiel? Mangelnder Augenkontakt? Zu obszöner Dirty Talk? Alles nebensächlich! Platz eins bei beiden Geschlechtern ist die fehlende Leidenschaft beim Liebesspiel. Ohne grundsätzliche Begeisterung ist für drei Viertel der Frauen und über zwei Drittel der Männer die Gesamtbewertung nur noch mangelhaft.

Auch Platz zwei bläst in dasselbe Horn. Langweilt sich der Sexualpartner merklich oder ist nicht wirklich bei der Sache, ist dies fürs 68,8 % der Frauen und 61,1 % der Männer ein Stimmungskiller.
Vielleicht fehlt der Mut, über Fantasien zu sprechen? Denn sorry – Langeweile im Bett muss nicht sein. Überraschenderweise spielt der eigene Orgasmus, der des Partners/der Partnerin oder gar der gemeinschaftliche Höhepunkt so gut wie keine Rolle, wenn es darum geht, ob der Sex als schlecht eingestuft wird. Sich diesbezüglich Druck zu machen, scheint also unbegründet.

Kaum jemand spricht darüber!

Ein klärendes Gespräch über sexuelle Unzufriedenheit oder Frustration suchen nur knapp über 50 Prozent der Befragten. Für die andere Hälfte ist schlechter Sex ein Tabuthema. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie die sexuelle Unzufriedenheit adressiert wird. Die Befragten, die mit ihrem Partner über schlechten Sex sprechen, thematisieren vor allem ihre unerfüllten Wünsche und Bedürfnisse und suchen nach gemeinsamen Lösungsansätzen, um den Sex zu verbessern. Nur 15,4 % konfrontieren den Partner direkt mit der Aussage, dass sie den Sex schlecht fanden.

Fazit

Reden! Denn vielleicht hat nicht nur euch der Sex nicht gefallen, sondern euer Partner denkt ähnlich? Was könnte man verbessern? Sprecht über eure Gefühle und Wünsche. Neue Stellungen? Abwechslung mit Toys? Oder sexpositive Anreize? Sprecht mit eurem Partner! Denn eines wollen wir alle nicht sein: Unbefriedigt!

Kategorien Blog Sexpositiv Swingen
Alexandra

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Nach Jahren als Journalistin in der "normalen Welt" tätig, zog es Alexandra auf die "heiße Seite" des Lebens. Als Chefredakteurin verantwortet sie die inhaltliche Ausrichtung von Erolifestyle, wobei sie sich zu 100 Prozent auf das Themengespür ihreres Autorenteams verlassen kann. Alexandra greift gerne die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen auf - kann dabei allerdings manchmal ihre spitze Feder nicht so ganz im Zaum halten.